Grossherbivoren in grossflaechige Beweidungssystemen

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Grossherbivoren in grossflaechige Beweidungssystemen: Erfahrungen aus den Niederlanden

1 Einleitung

2 Die ursprüngliche ökologische Rolle großer Graser

3 Verwilderung (dedomestication) von Haustieren

4 Die niederländische Naturpolitik

4.1 Die Naturpolitik für natürliche Ökosysteme, oder das Beispiel: der Oostvaardersplassen

4.2 Die Naturpolitik für naturnahe Flächen und andere Gebiete, Schiene 2 und 3

4.3 Natur, Wald und Landschaft, auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

5 Optionen beim Beweidungssystem

6 Krankheiten und Tierschutz

6.1 Krankheiten
6.2 Tierschutz
6.3 Kadaver für Aasfresser
6.4 Nahrung
6.5 Bullensterben

7 Der nationale Veterinärausschuß für Naturräume

8 Strategiepapier zur Beweidung in Naturräumen

8.1 Der Kontext
8.2 Was wird mit den Ergebnissen gemacht?
8.3 Leitlinie Großherbivoren

9 Internationale Perspektive und Zusammenarbeit

9.1 Ehemalige Kolchosen und russische Truppenübungsplätze
9.2 Internationales Recht
9.3 Schlußfolgerungen

10 Ausblick

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1. Einleitung

Großherbivoren in großflächige Beweidungssystemen: Erfahrungen aus den Niederlanden, von der Politik zum Management; daß ruft die Frage auf: sind die Niederlande ein Pionierland, wenn es um großflächige Beweidungssystemen in Naturräumen geht? Auf jeden Fall höre ich das immer wieder. Und auch ich selbst bekomme bei meiner Arbeit als Referent im Bereich Naturschutz diesen Eindruck. In den letzten Jahren hatte ich nämlich sehr viel mit diesem Thema zu tun. Immer mehr, wie mir scheint.

Und das hat schon seine Gründe. Zunächst die Brisanz dieses Themas in der niederländischen Öffentlichkeit. Man sorgte sich um die rechtzeitige Zufütterung der Rinder, Pferde und Rothirsche. Und man fragte sich, warum in einem ziemlich großen Naturschutzgebiet von ungefähr 5.600 ha am Ende des Winters 1998 - 1998
90 Tiere, davon 50 ältere Bullen, einfach verendeten, ohne daß etwas dagegen getan wurde. Die Zwischenfälle führten sogar dreimal zu einer Debatte im Parlament. Ein weiterer Grund ist das internationale Interesse für unser Konzept.

In der Tat, auf dem Gebiet von Beweidungssystemen in Naturräumen sind die Niederlande ein Pionierland. Die ersten Experimente gab es schon in den siebziger Jahren. Eingesetzt wurden nicht nur Schafherden, sondern auch Pferde und Rinder.

Gegenüber mechanischen Maßnahmen hat ein Beweidungssystem unseres Erachtens den Vorteil der größeren Natürlichkeit. Es entspricht mehr dem Prinzip der Dauerhaftigkeit. Außerdem kommt es billiger. Allerdings ist Beweidung durch Rinder und Pferde nicht das Allheilmittel, mit dem alle Naturschutzziele erreicht werden können. Wenn diese Ziele zum Beispiel mit einer herkömmlichen Heuwirtschaft zusammenhängen, geht das heute eigentlich nur mit Hilfe von Mähmaschinen.

Die Wahl der Beweidung statt traditioneller Pflegemaßnahmen hängt zusammen mit einem Interesse für Natur mit einem natürlichen Charakter. Dieses Interesse entstand in den Niederlanden in den frühen Achtzigern. An sich ist das nicht so verwunderlich. Denn die Niederlande sind ein in hohem Maße verstädtertes Land, gleichzeitig aber auch ein Land mit sehr guten Chancen für weiträumige neue Naturgebiete. Dies verdanken wir der besonderen geographischen Lage: an der Nordseeküste am Rande des europäischen Kontinents, wo oft auf kleinem Raum im Boden und dadurch auch im Wasserhaushalt große Unterschiede auftreten. Und Boden und Wasser sind Schlüsselfaktoren, wenn man neue Naturräume schaffen will.

Es gab also günstige Rahmenbedingungen. Und davon haben begeisterte und durchsetzungsfähige Naturschützer Gebrauch gemacht. Da kamen die Dinge in Gang. Plötzlich standen an der Grenze einige Lastwagen mit Heckrindern und Koniks aus Polen und Deutschland. Das war vor etwa fünfzehn Jahren. Und rückblickend dürfen wir froh sein, daß wir das damals gemacht haben. Wir haben viel gelernt, obwohl wir noch lange nicht am Ziel sind. Die Perspektiven sind aber gut.


2. Die urspr?ngliche ?kologische Rolle gro?er Graser

In der Vorzeit sorgten wildlebende Pflanzenfresser (Graser) für offene Stellen im Wald. Sie wirkten der Dominanz der Bäume entgegen und schufen so Lebensräume für andere Arten, Habitate, wie wir sie heute in Grünlandgebieten vorfinden. Durch die Jagd und die Landwirtschaft wurden die großen Pflanzenfresser in entlegene Gebiete zurückgedrängt. Lokale Populationen starben aus, manchmal sogar Metapopulationen.

Dieses Bild entspricht einem Statement, das letztes Jahr sowohl bei Forstleuten als auch bei Biologen wie ein Blitz einschlug. Es war die Schlußfolgerung der Doktorarbeit meines Kollegen Frans Vera mit dem Titel "Metaphors for the wilderness. Oak, hazel, cattle and horse" (Wageningen, Landwirtschaftliche Universität). Seiner Ansicht nach habe es in Mittel- und Westeuropa ursprünglich keinen geschlossenen Wald, sondern eine Art Parklandschaft gegeben, wo die Vegetationsentwickelung einem Kreislauf unterlegen habe. Und darin müssen große Pflanzenfresser eine bedeutende Rolle gespielt haben.

Er unterschied folgende Entwicklungsstadien:

  • Auf beweideten Wiesen entstehen dornige Gebüsche.
  • In diesen fraßgeschützten Zonen können Bäume heranwachsen.
  • Der Baumbestand entwickelt sich zu einem Wald.
  • Im Wald tritt durch große Graser und "Katastrophen" wie Dürre und Stürme ein langsamer Prozeß der Vergrasung ein.
  • In der neu entstandenen Wiesenlandschaft fängt der Kreislauf wieder neu an.

Durch diesen ständigen Kreislauf habe es immer verschiedene Biotope (Wiese, Gebüsch und Wald) gegeben, wenn auch nicht immer an der gleichen Stelle. Frans Vera nennt dies die "theory of cyclical turnover" , auf deutsch also die Kreislauftheorie.

Und in der Tat muß man sich fragen, ob geschlossene Wälder wohl so natürlich sind, wie gemeinhin angenommen wurde. Es spricht viel dafür, daß die urwüchsige Landschaft West- und Mitteleuropas eher ein unregelmäßiges Mosaik aus offenen und waldigen Flächen war. In einem solchen Ökosystem gibt es einen Platz für Großgraser wie Rinder und Pferde. Ein Schwerpunktthema meines Beitrags ist nun, wie dieser Platz heute in Naturräumen wieder besetzt werden kann. Die Herausforderung ist, Umstände zu schaffen, die dafür in Betracht kommende Tiere Chancen bieten, und zwar in Räumen, wo auch andere Pflanzenfresser leben. Eine weitere Herausforderung wäre ein Ökosystem mit großen Grasern und großen Räubern.


3. Verwilderung (dedomestication) von Haustieren

Welche Pflanzenfresser könnten nun in unseren Naturlandschaften einen Platz haben? Wildlebende Arten sind heute das Rot-, Reh- und Damwild, das Wildschwein, der Elch, der Europäische Bison, der Hase, das Kaninchen und Wildgänse. Zu denken ist ferner an verschwundene Arten wie Wildrinder und Wildpferde wie den Tarpan, aber auch an Haustiere: Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen. Die Bedeutung der wildlebenden Pflanzenfresser und der Tiere, die sie ersetzen sollen, liegt vor allem darin, daß sie eine Schlüsselrolle im Ökosystem spielen. Domestizierte Pflanzenfresser dagegen funktionieren in erster Linie als Landschaftspfleger, obwohl auch sie das Ökosystem beeinflussen.

Jeder große Pflanzenfresser soll, so eine Theorie, seine eigene, spezifische ökologische Nische haben. Weil es heute keine Wildrinder und Wildpferde mehr gibt, fehlt daher auch deren Funktion im Ökosystem. Und es ist wichtig, diese Lücke zu schließen.

Damit komme ich auf eine Reihe von Fragen:

Ist es möglich, aus domestizierten Haustieren wieder Wildtiere zu machen?
Ich denke da insbesondere an verhältnismäßig urwüchsige Rinder- und Pferderassen.

Einige alte Rassen haben, wie es scheint, noch Eigenschaften ihrer wildlebenden Vorfahren.

Werden solche Tiere in der freien Wildbahn die ökologische Nische ihrer Voreltern besetzen?

Welche Rassen eignen sich am besten zur Auswilderung in Mittel- und Osteuropa?

Eignen sich da Heckrinder und Koniks?

Letzere weisen übrigens Ähnlichkeit mit dem aus Rückkreuzungen hervorgegangenen Tarpan auf.

Stehen alte Rassen zur Verfügung, wie zum Beispiel das Estnische Landpferd?

Es sollte eine Bestandsaufnahme solcher Rassen aufgestellt werden.

Während des Domestizierungsprozesses sei die Hirnmasse um 15 bis 25 % geschrumpft.

Welchen Effekt hat das auf die Rückentwicklung?
Die Abnahme der Hirnmasse ist auch bei Przewalskipferden festgestellt worden, die seit dem Beginn dieses Jahrhunderts in Gefangenschaft gelebt haben. Kreuzung mit einem Mongolischen Hengst (1906) und starke Inzucht dürften die Form der Gehirnschale bei diesen Tieren beeinflußt haben.
Kann die Hirnmasse nach der Entlassung in die freie Wildbahn wieder zunehmen?

4. Die niederl?ndische Naturpolitik

Bei der Aussetzung großer Graser sind die Niederlande, wie bereits erwähnt, ein Pionierland. Da kann man natürlich fragen: Zufall oder paßt das zum Naturschutzkonzept dieses Landes? Deshalb möchte ich jetzt kurz die niederländische Naturpolitik vorstellen.

Im Jahre 1990 hat das niederländische Parlament einem wichtigen Strategiepapier zugestimmt, dem sogenannte Nationalen Maßnahmenprogramm Naturschutz. Zu den Zielen dieses Konzeptes gehört eine große Vielfalt und Biodiversität. Insbesondere sollen die Niederlande vielen Brut- und Zugvögeln einen Lebensraum und Rastplatz bieten. Letzteres ist von großer Bedeutung im internationalen Kontext. Das wichtigste Ziel ist aber die Verwirklichung eines nationalen Biotopverbundsystems, bestehend aus Naturgebieten und ökologischen Korridoren, dessen Basis die bestehenden Natur- und Waldflächen bilden.

Durch die Verwirklichung dieses Biotopverbundsystems soll das Areal an Natur- und Waldflächen, das in den letzten hundert Jahren von 900.000 auf ca. 450.000 ha geschrumpft war, in 30 Jahren wieder bis auf mindestens 700.000 ha anwachsen. .

Die Erweiterung dieses Areals ist folgendermaßen zu realisieren:

  • 100 000 ha durch Ankauf von Agrarflächen;
  • 50 000 ha durch Renaturierungs- und andere Entwicklungsmaßnahmen;
  • mehr als 100 000 ha durch Vertragsnaturschutz auf Agrarflächen.

Wo und wie sollte die Arealerweiterung nun realisiert werden? Zur Beantwortung dieser Fragen wurde ein Konzept mit drei Schienen (oder kann ich besser reden von „Wegen"?) entwickelt:

Schiene A:

 Betrifft natürliche Ökosysteme.
 Man will das Areal der Zielkategorien vergrößern.
 Vorgesehen ist ein passives Management, das ausschließlich auf die Förderung des ökologischen Prozesses abzielt.

Schiene B:

 Betrifft naturnahe Flächen.
 Man will sich intensiv um eine größere Artenvielfalt bemühen.
 Vorgesehen ist ein aktives Management, vergleichbar mit der früheren landwirtschaftlichen Bewirtschaftung. Die Maßnahmen können sowohl durch Naturschutzleute als auch durch Landwirte durchgeführt werden.

Schiene C:

 Betrifft die Natur in anderen Gebieten.
 Die Maßnahmen dienen der Verbesserung, Vergrößerung und Vernetzung von Naturräumen.
 Vorgesehen ist eine enge Zusammenarbeit mit Landwirten, Freizeitunternehmen und Verwaltern von Militärgelände.
 Hier liegen gute Chancen für Management durch Landwirte,

4.1
Die Naturpolitik für natürliche Ökosysteme, oder das Beispiel: der Oostvaardersplassen

Für das niederländische Konzept hat das Schaffen natürlicher Ökosysteme (Schien 1) einen zentralen Stellenwert. Dabei handelt es sich um Natur, deren Pflege ein Minimum an menschlichen Maßnahmen erfordert. In diesem Rahmen passen auch Beweidungssystemen mit gleichsam wildlebenden Rindern und Pferden.

Die Resultate mit solchen Managementsystemen sind bisher sehr positiv. In dem wichtigen Pilotgebiet Oostvaardersplassen im neuen Polder Flevoland wächst die Population sehr schnell, vielleicht wohl zu schnell, weil es keine natürliche Feinde gibt.

1983 wurden hier Heckrinder ausgesetzt. Das gleiche geschah wieder in den Jahren 1987 und 1989. Die ersten Jahre waren schwierig, auch deshalb, weil für eine kleine Population Zwischenfälle verhältnismäßig große Folgen haben. Seit 1986 ist die Population jedoch ständig gewachsen. Sie verdoppelt sich etwa alle vier Jahre.

Auch bei den Koniks war der Start schwierig. Es hat ungefähr sieben Jahre gedauert, bevor es zu einer schnellen Zunahme des Bestands kam. Es gibt aber Anzeichen dafür, daß die Bestandszunahme wegen Übervölkerung abschwächt, eine interessante Entwicklung für weitere ökologische Studien.


Keine Probleme gab es dagegen bei der Entwicklung der Rotwildpopulation, deren erste Exemplare aus Schottland, den Niederlanden und Polen kamen. Beim Rehwild war die Ansiedlung zunächst weniger erfolgreich. Zur Zeit scheint die Population aber zu wachsen.

Sowohl bei den Heckrindern als auch bei den Koniks verteilt sich die Bestandszunahme bemerkenswert gleichmäßig über beide Geschlechter. Bei den Heckrindern ist die Zahl der Bullen etwas niedriger als die der Kühe. Das läßt sich aber mit der kampfbedingten höheren Mortalität der Bullen erklären. Vor allem dann, wenn einem kämpfenden Bullen von einem dritten ein Stoß zwischen die Rippen versetzt wird, kann das tödlich ausgehen. Offenbar nimmt die Geburtsrate zur Zeit etwas ab. Im Jahre 1995 wurden 25 Tiere zum Zwecke von Veterinäruntersuchungen getötet. Außer IBR (Infektiöser Boviner Rhinotracheitis) wurde aber nichts Ernstes gefunden. Darauf werde ich später näher eingehen. Im frühen Frühjahr 1999 starben 50 Bullen als Folge von Futterproblemen. Auch darauf komme ich später zurück.

Bei den Koniks ist die Zahl der Hengste geringfügig höher als die der Stuten. Bei beiden Geschlechtern ist die Todesrate immer noch niedrig. Beim Zunehmen des Durchschnittsalters ist jedoch mit einer Zunahme zu rechnen.

Welchen Einfluß haben die Graser nun auf die Vegetation in diesem Gebiet? Sie verbessern die Lebensbedingungen für einander und für andere Arten, insbesondere auch für Vögel. Und das Gebiet Oostvaardersplassen ist vor allem auch ein Lebensraum für Vögel wie Schwäne, Gänse, Watvögel, Reiher und Greifvögel. Für solche Vögel ist eine niedrige Wiesenvegetation sehr geeignet. Übrigens weist die Ernährung von Rindern, Pferden und Hirschen Unterschiede auf, auch saisonal bedingte. Je nach Jahreszeit fressen die Tiere Gras, Brennesseln, Disteln, Wurzeln, Baumrinde und Schilf. So wird, abhängig von der endgültigen Individuenzahl und der Populationsdynamik, eine Art Parklandschaft entstehen: eine halboffene, steppenähnliche Wiesenlandschaft mit Gebüschen wie in dem von Galloway-Rindern beweideten Flußgebiet De Gelderse Poort.

Es gibt bereits erste Resultate. Nach mehr als einem Jahrhundert ist die Graugans wieder zurück als Brutvogel, und zwar in so großer Zahl, daß Landwirte anfangen, sich darüber zu beklagen. Die Anforderungen der Gänse an ihre Umwelt sind ziemlich komplex. Vor allem brauchen sie einen Mauserplatz und ausreichend Wiesenfläche zum Äsen nach der Mauser. Während der Mauser leben sie in Schilfröhrichten, wo sie sich von den jungen, zucker- und energiereichen Schilfschößlingen oder Moorgreiskraut (Senecio palustris) ernähren. Die dadurch verursachten Fraßschäden stoppen die Verschilfung von Wasserflächen oder verringern sogar den Schilfbestand. Die Wasserzone und damit der Lebensraum für Wasservögel, Watvögel (Löffler!) und Fische ist von der spezifischen ökologischen Rolle dieser Gänse abhängig und damit letztendlich von der Zahl der großen Graser.

Natürlich ist das Managementsystem abgestimmt auf die besondere Standortbedingungen im Gebiet Oostvaardersplassen, einem nährstoffreichen Feuchtgebiet. Andere Ökosysteme werden ein anderes Konzept erfordern.



4.2 
Die Naturpolitik für naturnahe Flächen und andere Gebiete, Schiene 2 und 3

Jetzt ganz kurz einige Worte zum Naturschutzkonzept für naturnahe Flächen und andere Gebiete wie Agrarflächen, Truppenübungsplätze, Freizeitflächen, Weg- und Gräbenränder usw. In beiden Fällen ist das Ziel die Erhaltung von Zielarten in ihrem Ökosystem. Dabei geht es u.a. um Wiesen und Heideflächen, kleine Wälder und Gebüsche.

Auch für das Management dieser Flächen ist als Alternative zum Mähen Beweidung eine Option. Die Tiere können Naturschutzorganisationen gehören, aber auch Landwirten. Wo das möglich ist, kann das sogar besser sein.

Auf Heideflächen zum Beispiel werden gute Ergebnisse erzielt. In den Niederlanden besteht das Risiko, daß Heideflächen vergrasen, dies vor allem als Folge der Nährstoffzufuhr durch die Luftverschmutzung. Rinder und Pferde bevorzugen Gras vor den rauhen Heidesträuchern. Das führt zur Überweidung der Stellen, wo Gras wächst. Hier wird der Boden dadurch nährstoffärmer und bekommen Heide und ihre Begleitflora neue Chancen.

4.3 
Natur, Wald und Landschaft, auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Das 1990 beschlossene Nationale Maßnahmenprogramm Naturschutz ist auf Grund des Naturschutzgesetzes alle 8 Jahre zu evaluieren und anzupassen. Zu diesem Ziel starteten wir ein Projekt mit dem Namen: Natur, Wald und Landschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.

Damit stehen wir jetzt vor der Herausforderung, Pläne für die Zukunft aufzustellen. Als Beispiel dafür zeige ich einige Skizzen, die Forscher und Naturschutzreferenten gemeinsam angefertigt haben, und zwar während einer Klausurtagung, die eine kreative Lösung bringen sollte. Das zentrale Thema ist Vernetzung. So sollte das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande (100.000 ha), die Veluwe, mit benachbarten Naturräumen vernetzt werden können, und zwar mit den Flußauen an seinem Rande, dem Waldgebiet Utrechter Hügelkette und dem Feuchtgebiet Oostvaardersplassen. Auch die Zersplitterung der einzelnen Gebiete, von der die Veluwe selbst, aber mehr noch die Utrechter Hügelkette betroffen ist, sollte in diesem Rahmen angepackt werden können. Ich bin gespannt, was aus dieser Idee wird.



4.2 
Die Naturpolitik für naturnahe Flächen und andere Gebiete, Schiene 2 und 3

Jetzt ganz kurz einige Worte zum Naturschutzkonzept für naturnahe Flächen und andere Gebiete wie Agrarflächen, Truppenübungsplätze, Freizeitflächen, Weg- und Gräbenränder usw. In beiden Fällen ist das Ziel die Erhaltung von Zielarten in ihrem Ökosystem. Dabei geht es u.a. um Wiesen und Heideflächen, kleine Wälder und Gebüsche.

Auch für das Management dieser Flächen ist als Alternative zum Mähen Beweidung eine Option. Die Tiere können Naturschutzorganisationen gehören, aber auch Landwirten. Wo das möglich ist, kann das sogar besser sein.

Auf Heideflächen zum Beispiel werden gute Ergebnisse erzielt. In den Niederlanden besteht das Risiko, daß Heideflächen vergrasen, dies vor allem als Folge der Nährstoffzufuhr durch die Luftverschmutzung. Rinder und Pferde bevorzugen Gras vor den rauhen Heidesträuchern. Das führt zur Überweidung der Stellen, wo Gras wächst. Hier wird der Boden dadurch nährstoffärmer und bekommen Heide und ihre Begleitflora neue Chancen.

4.3 
Natur, Wald und Landschaft, auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Das 1990 beschlossene Nationale Maßnahmenprogramm Naturschutz ist auf Grund des Naturschutzgesetzes alle 8 Jahre zu evaluieren und anzupassen. Zu diesem Ziel starteten wir ein Projekt mit dem Namen: Natur, Wald und Landschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.

Damit stehen wir jetzt vor der Herausforderung, Pläne für die Zukunft aufzustellen. Als Beispiel dafür zeige ich einige Skizzen, die Forscher und Naturschutzreferenten gemeinsam angefertigt haben, und zwar während einer Klausurtagung, die eine kreative Lösung bringen sollte. Das zentrale Thema ist Vernetzung. So sollte das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande (100.000 ha), die Veluwe, mit benachbarten Naturräumen vernetzt werden können, und zwar mit den Flußauen an seinem Rande, dem Waldgebiet Utrechter Hügelkette und dem Feuchtgebiet Oostvaardersplassen. Auch die Zersplitterung der einzelnen Gebiete, von der die Veluwe selbst, aber mehr noch die Utrechter Hügelkette betroffen ist, sollte in diesem Rahmen angepackt werden können. Ich bin gespannt, was aus dieser Idee wird.

4.1
Die Naturpolitik für natürliche Ökosysteme, oder das Beispiel: der Oostvaardersplassen

Für das niederländische Konzept hat das Schaffen natürlicher Ökosysteme (Schien 1) einen zentralen Stellenwert. Dabei handelt es sich um Natur, deren Pflege ein Minimum an menschlichen Maßnahmen erfordert. In diesem Rahmen passen auch Beweidungssystemen mit gleichsam wildlebenden Rindern und Pferden.

Die Resultate mit solchen Managementsystemen sind bisher sehr positiv. In dem wichtigen Pilotgebiet Oostvaardersplassen im neuen Polder Flevoland wächst die Population sehr schnell, vielleicht wohl zu schnell, weil es keine natürliche Feinde gibt.

1983 wurden hier Heckrinder ausgesetzt. Das gleiche geschah wieder in den Jahren 1987 und 1989. Die ersten Jahre waren schwierig, auch deshalb, weil für eine kleine Population Zwischenfälle verhältnismäßig große Folgen haben. Seit 1986 ist die Population jedoch ständig gewachsen. Sie verdoppelt sich etwa alle vier Jahre.

Auch bei den Koniks war der Start schwierig. Es hat ungefähr sieben Jahre gedauert, bevor es zu einer schnellen Zunahme des Bestands kam. Es gibt aber Anzeichen dafür, daß die Bestandszunahme wegen Übervölkerung abschwächt, eine interessante Entwicklung für weitere ökologische Studien.


Keine Probleme gab es dagegen bei der Entwicklung der Rotwildpopulation, deren erste Exemplare aus Schottland, den Niederlanden und Polen kamen. Beim Rehwild war die Ansiedlung zunächst weniger erfolgreich. Zur Zeit scheint die Population aber zu wachsen.

Sowohl bei den Heckrindern als auch bei den Koniks verteilt sich die Bestandszunahme bemerkenswert gleichmäßig über beide Geschlechter. Bei den Heckrindern ist die Zahl der Bullen etwas niedriger als die der Kühe. Das läßt sich aber mit der kampfbedingten höheren Mortalität der Bullen erklären. Vor allem dann, wenn einem kämpfenden Bullen von einem dritten ein Stoß zwischen die Rippen versetzt wird, kann das tödlich ausgehen. Offenbar nimmt die Geburtsrate zur Zeit etwas ab. Im Jahre 1995 wurden 25 Tiere zum Zwecke von Veterinäruntersuchungen getötet. Außer IBR (Infektiöser Boviner Rhinotracheitis) wurde aber nichts Ernstes gefunden. Darauf werde ich später näher eingehen. Im frühen Frühjahr 1999 starben 50 Bullen als Folge von Futterproblemen. Auch darauf komme ich später zurück.

Bei den Koniks ist die Zahl der Hengste geringfügig höher als die der Stuten. Bei beiden Geschlechtern ist die Todesrate immer noch niedrig. Beim Zunehmen des Durchschnittsalters ist jedoch mit einer Zunahme zu rechnen.

Welchen Einfluß haben die Graser nun auf die Vegetation in diesem Gebiet? Sie verbessern die Lebensbedingungen für einander und für andere Arten, insbesondere auch für Vögel. Und das Gebiet Oostvaardersplassen ist vor allem auch ein Lebensraum für Vögel wie Schwäne, Gänse, Watvögel, Reiher und Greifvögel. Für solche Vögel ist eine niedrige Wiesenvegetation sehr geeignet. Übrigens weist die Ernährung von Rindern, Pferden und Hirschen Unterschiede auf, auch saisonal bedingte. Je nach Jahreszeit fressen die Tiere Gras, Brennesseln, Disteln, Wurzeln, Baumrinde und Schilf. So wird, abhängig von der endgültigen Individuenzahl und der Populationsdynamik, eine Art Parklandschaft entstehen: eine halboffene, steppenähnliche Wiesenlandschaft mit Gebüschen wie in dem von Galloway-Rindern beweideten Flußgebiet De Gelderse Poort.

Es gibt bereits erste Resultate. Nach mehr als einem Jahrhundert ist die Graugans wieder zurück als Brutvogel, und zwar in so großer Zahl, daß Landwirte anfangen, sich darüber zu beklagen. Die Anforderungen der Gänse an ihre Umwelt sind ziemlich komplex. Vor allem brauchen sie einen Mauserplatz und ausreichend Wiesenfläche zum Äsen nach der Mauser. Während der Mauser leben sie in Schilfröhrichten, wo sie sich von den jungen, zucker- und energiereichen Schilfschößlingen oder Moorgreiskraut (Senecio palustris) ernähren. Die dadurch verursachten Fraßschäden stoppen die Verschilfung von Wasserflächen oder verringern sogar den Schilfbestand. Die Wasserzone und damit der Lebensraum für Wasservögel, Watvögel (Löffler!) und Fische ist von der spezifischen ökologischen Rolle dieser Gänse abhängig und damit letztendlich von der Zahl der großen Graser.

Natürlich ist das Managementsystem abgestimmt auf die besondere Standortbedingungen im Gebiet Oostvaardersplassen, einem nährstoffreichen Feuchtgebiet. Andere Ökosysteme werden ein anderes Konzept erfordern.



4.2 
Die Naturpolitik für naturnahe Flächen und andere Gebiete, Schiene 2 und 3

Jetzt ganz kurz einige Worte zum Naturschutzkonzept für naturnahe Flächen und andere Gebiete wie Agrarflächen, Truppenübungsplätze, Freizeitflächen, Weg- und Gräbenränder usw. In beiden Fällen ist das Ziel die Erhaltung von Zielarten in ihrem Ökosystem. Dabei geht es u.a. um Wiesen und Heideflächen, kleine Wälder und Gebüsche.

Auch für das Management dieser Flächen ist als Alternative zum Mähen Beweidung eine Option. Die Tiere können Naturschutzorganisationen gehören, aber auch Landwirten. Wo das möglich ist, kann das sogar besser sein.

Auf Heideflächen zum Beispiel werden gute Ergebnisse erzielt. In den Niederlanden besteht das Risiko, daß Heideflächen vergrasen, dies vor allem als Folge der Nährstoffzufuhr durch die Luftverschmutzung. Rinder und Pferde bevorzugen Gras vor den rauhen Heidesträuchern. Das führt zur Überweidung der Stellen, wo Gras wächst. Hier wird der Boden dadurch nährstoffärmer und bekommen Heide und ihre Begleitflora neue Chancen.

4.3 
Natur, Wald und Landschaft, auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Das 1990 beschlossene Nationale Maßnahmenprogramm Naturschutz ist auf Grund des Naturschutzgesetzes alle 8 Jahre zu evaluieren und anzupassen. Zu diesem Ziel starteten wir ein Projekt mit dem Namen: Natur, Wald und Landschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.

Damit stehen wir jetzt vor der Herausforderung, Pläne für die Zukunft aufzustellen. Als Beispiel dafür zeige ich einige Skizzen, die Forscher und Naturschutzreferenten gemeinsam angefertigt haben, und zwar während einer Klausurtagung, die eine kreative Lösung bringen sollte. Das zentrale Thema ist Vernetzung. So sollte das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande (100.000 ha), die Veluwe, mit benachbarten Naturräumen vernetzt werden können, und zwar mit den Flußauen an seinem Rande, dem Waldgebiet Utrechter Hügelkette und dem Feuchtgebiet Oostvaardersplassen. Auch die Zersplitterung der einzelnen Gebiete, von der die Veluwe selbst, aber mehr noch die Utrechter Hügelkette betroffen ist, sollte in diesem Rahmen angepackt werden können. Ich bin gespannt, was aus dieser Idee wird.



4.2 
Die Naturpolitik für naturnahe Flächen und andere Gebiete, Schiene 2 und 3

Jetzt ganz kurz einige Worte zum Naturschutzkonzept für naturnahe Flächen und andere Gebiete wie Agrarflächen, Truppenübungsplätze, Freizeitflächen, Weg- und Gräbenränder usw. In beiden Fällen ist das Ziel die Erhaltung von Zielarten in ihrem Ökosystem. Dabei geht es u.a. um Wiesen und Heideflächen, kleine Wälder und Gebüsche.

Auch für das Management dieser Flächen ist als Alternative zum Mähen Beweidung eine Option. Die Tiere können Naturschutzorganisationen gehören, aber auch Landwirten. Wo das möglich ist, kann das sogar besser sein.

Auf Heideflächen zum Beispiel werden gute Ergebnisse erzielt. In den Niederlanden besteht das Risiko, daß Heideflächen vergrasen, dies vor allem als Folge der Nährstoffzufuhr durch die Luftverschmutzung. Rinder und Pferde bevorzugen Gras vor den rauhen Heidesträuchern. Das führt zur Überweidung der Stellen, wo Gras wächst. Hier wird der Boden dadurch nährstoffärmer und bekommen Heide und ihre Begleitflora neue Chancen.

4.3 
Natur, Wald und Landschaft, auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Das 1990 beschlossene Nationale Maßnahmenprogramm Naturschutz ist auf Grund des Naturschutzgesetzes alle 8 Jahre zu evaluieren und anzupassen. Zu diesem Ziel starteten wir ein Projekt mit dem Namen: Natur, Wald und Landschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.

Damit stehen wir jetzt vor der Herausforderung, Pläne für die Zukunft aufzustellen. Als Beispiel dafür zeige ich einige Skizzen, die Forscher und Naturschutzreferenten gemeinsam angefertigt haben, und zwar während einer Klausurtagung, die eine kreative Lösung bringen sollte. Das zentrale Thema ist Vernetzung. So sollte das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande (100.000 ha), die Veluwe, mit benachbarten Naturräumen vernetzt werden können, und zwar mit den Flußauen an seinem Rande, dem Waldgebiet Utrechter Hügelkette und dem Feuchtgebiet Oostvaardersplassen. Auch die Zersplitterung der einzelnen Gebiete, von der die Veluwe selbst, aber mehr noch die Utrechter Hügelkette betroffen ist, sollte in diesem Rahmen angepackt werden können. Ich bin gespannt, was aus dieser Idee wird.

5. Optionen beim Beweidungssystem

Betrachten wir jetzt genauer das Thema Beweidung beim Management von Naturräumen. Denkt man an diese Lösung, dann stellen sich mehrere Fragen. Zum Beispiel: Welche Tiere sind geeignet und welches Beweidungssystem wäre angemessen?

Welche Tiere man wählen soll, hängt vor allem von den Naturschutzzielen ab. Dafür sind wiederum mehrere Faktoren bestimmend: das Klima und andere Standortbedingungen wie der Umfang des Gebiets, die Vegetation und abiotische Elemente, aber auch die Interessen der Landwirte und die Nachfrage nach tierischen Produkten. Eine wichtige Rolle spielen auch die Kosten. Außer Personalkosten geht es da um die Beschaffung der Tiere, Zäune, Trinkwasser, Zusatzfutter und eventuell Unterkünfte.

Bei der Wahl des Beweidungssystems gibt es zunächst die Alternative ganzjährige oder saisonale Beweidung. Letzteres kann Verschiedenes bedeuten: Beweidung in der Sommersaison, aber auch nur im Frühling und Herbst oder nur im Winter. Auch hier hängt es vom Gebiet und von den Naturschutzzielen ab, welche Option empfehlenswert ist.

Verschiedene Optionen gibt es auch beim Ausmaß des menschlichen Einflusses. Unter diesem Gesichtspunkt sind u.a. folgende Systeme zu unterscheiden:

das System der freien Wildbahn:
  • Die Tiere haben keinen Besitzer und können frei durch das Gebiet umherziehen.
das System des südenglischen New Forest :
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das System des südenglischen New Forest :
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Die Tiere haben keinen Besitzer und können frei durch das Gebiet umherziehen.
das System des südenglischen New Forest :
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das System des südenglischen New Forest :
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Auch bei diesem System können die Tiere frei durch eine Art Wildnis umherziehen.
  • Es gibt aber ein individuelles oder gemeinsames Eigentum.
  • Das bedeutet aber keine Aufteilung in kleinere Herden.
  • Zur Regulierung der Population werden alljährlich im Herbst überzählige Tiere weggeholt.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
das landwirtschaftliche System:
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.
  • Jeder Besitzer hält seine eigenen Tiere auf umzäuntem Gelände.
  • Der Entzug der Tiere orientiert sich an den Bedürfnissen des Landwirts.

6. Krankheiten und Tierschutz

Was sind nun in die Niederlande die Erfahrungen bei der Aussetzung solche Tiere?
6.1 Krankheiten
Ein wichtiges Thema ist auch die Tiergesundheit. Zunächst möchte ich unterstreichen, daß Regelungen für landwirtschaftliche Nutztiere nicht ohne weiteres auf wildlebende Tiere übertragen werden müssen. Ich möchte das auch deshalb ausdrücklich betonen, weil die Agrarpolitik nicht nur sehr mächtig, sondern auch ziemlich engstirnig ist. Ihr Ziel ist die Förderung der Landwirtschaft, das zentrale Anliegen die Export- und Handelspolitik. Dabei muß sich die nationale Politik nach den Vorgaben der EU richten, deren Umsetzung jedoch nicht einfach ist.
Wachsamkeit ist vor allem geboten, wenn es um Zoonosen geht, also um Krankheiten, die auf den Menschen übergreifen können. Untersuchungen haben aber gezeigt, daß die großen Gräser in den Niederlanden gesund sind. Gefährliche Krankheiten kommen im Bestand nicht vor. Die einzige Ausnahme: Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) bei Heckrindern. Dabei handelt es sich aber nicht so sehr um ein Risiko für das Überleben und Wohlbefinden der Tiere, sondern vielmehr um ein Risiko für den Agrarhandel. Ferner scheint der Europäische Bison in Bialowieza an einer raren Krankheit an den Geschlechtsorganen zu leiden. Die Vorhaut der Bullen wird von einer Bakterie befallen. Diese Anomalie könnte durch Inzucht verursacht sein. Inzucht zu vermeiden, ist auch eine wichtige Aufgabe für den Manager. Die Frage ist aber, wie man die Risikogrenze bestimmt.
Ein heißes Thema in der Diskussion sind auch die Risiken, die Großgraser in Naturgebieten für landwirtschaftliche Betriebe mitbringen. Neuere Veterinäruntersuchungen haben jedoch gezeigt, daß die Höfe eher ein größeres Risiko für die Naturgebiete sind als umgekehrt. Risiken kann man aber nie ausschließen. Deshalb ist es äußerst wichtig, ein für Naturräume gutes Veterinärforschungsprogramm zu entwickeln, um Probleme in Zukunft zu vermeiden.
6.2
Tierschutz
Das Thema Tiergesundheit ist verknüpft mit dem Thema Tierschutz. Fragen, die in der Diskussion über diese Themen immer wieder gestellt werden, sind:
  • Wann ist die Krankheit eines Tieres als natürlich zu betrachten und wann ist menschliches Eingreifen erforderlich?
  • Welche Pflichten hat der Manager?
  • Welche Rechte haben die Tiere?
  • Wann ist der Eigentümer eines Tieres rechtlich oder moralisch verpflichtet, einzugreifen?
  • Gibt es das Risiko der Wilderei?
  • Was ist die Relation mit großen Fleischfressern?

In den Niederlanden gibt es oft eine Kontroverse zwischen Tierschützern und denjenigen, die für das Management der Bestände verantwortlich sind. Und in anderen Ländern gibt es diese Kontroverse mit Sicherheit auch. Mit meinen Fragen habe ich versucht, das Problem klar zu umreißen. Es empfiehlt sich zwischen natürlichen Ökosystemen und naturnaher Natur zu differenzieren. Oder in ethischen Termen: zu unterschieden zwischen Tierethik und Ökoethik.

Oberhalb der punktierten Linie ist die Lage der naturnahen Flächen dargestellt. Hier sollten Tiere als Individuen betrachtet werden. Unterhalb dieser Linie geht es um natürliche Ökosysteme. Tiere sind hier als Teil des Ökosystems zu betrachten, und das Management sollte hier an der Population orientiert sein. Die Individuen sind weniger wichtig als die Population. Weil das Überleben einer Population von ihrer genetischen Stärke abhängt, sollte der negative Einfluß schwächerer Tiere minimiert werden.
Dies bedeutet, daß die Entwicklung der Population, d.h. die Paarung und das Überleben unter schwierigen Umständen vor allem der Natur selbst überlassen wird. Entscheidend für Leben und Tod sind insbesondere streßvolle Perioden wie Geburten, strenge Winter und Dürreperioden. Welche Verantwortung der Mensch da trägt, darüber hatten wir in den Niederlanden bereits heiße Diskussionen. Das niederländische Recht verlangt, daß jeder, der einem leidenden Tier begegnet, diesem Tier Hilfe leistet. Nimmt man den Rechtstexten genau beim Wort, dann könnte man zu der Schlußfolgerung kommen, das gelte auch für Erdwürmer und Mäuse. Daß dies tatsächlich so vom Gesetzgeber gemeint sein soll, darf man wohl ausschließen. Zur Zeit wird eine spezifisch auf Naturräume zugeschnittene Tierschutzpolitik entwickelt. Dabei geht es u.a. darum, festzuschreiben, in welchen Situationen Leiden unnatürlich oder unnötig ist und in welchen Situationen Leiden etwas Natürliches ist. Tiere haben das Recht, geboren zu werden, aufzuwachsen, zu leben, krank zu sein und zu sterben. Das ist der normale Kreislauf des Lebens.
Ein Beispiel: Es gibt Fälle, daß – wie hier in die Oostvaardersplassen - ein Fohlen von seiner Mutter verlassen wird. In der Natur ist so ein Fohlen dem Tode gewidmet.
6.3 Kadaver für Aasfresser
Ein weiterer interessanter Punkt ist, ob man Kadaver für Aasfresser liegenlassen sollte. Bei toten Bäumen ist das inzwischen keine Frage mehr. Die meisten Förster kennen die Bedeutung von Baumhöhlen für Insekten, Vögel und Marder, aber auch für Pilze. Sie wissen, daß sterbende Bäume mehr Leben beherbergen als gesunde Exemplare. Nun, auch Aas hat eine wichtige Funktion, nicht nur für Maden, Käfer und Fliegen, sondern auch für den Seeadler und das Wildschwein.
6.4 Nahrung
Von Relevanz für das Tiermanagement ist ferner auch die Nahrung. Die Quantität und auch die Qualität des während der verschiedenen Saisonen verfügbaren Futters ist sehr wichtig für die Wahl eines Beweidungssystems. Im allgemeinen ist Zufütterung nicht erwünscht, denn dadurch leistet man dem Vorschub, daß überschüssige Nährstoffe in das Ökosystem gelangen. Vertretbar ist eine solche Maßnahme nur in strengen Wintern, wenn die Erde mit einer dicken Schneeschicht bedeckt ist. Verfüttert werden kann zum Beispiel im Sommer geerntetes Heu. Das Heu kann in umzäunten Bereichen haufenweise aufbewahrt werden. Im Winter können die Zäune weggeräumt werden, so daß die Tiere an die Heuhaufen herankommen können. Das sollte dann schrittweise geschehen und auf eine Art und Weise, die der Sozialstruktur der Herde entspricht. Statt Heuhaufen könnte man auch große Heuballen verwenden, wie sie von modernen Erntemaschinen produziert werden. Manchmal sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich wie zum Beispiel das Aufhängen von Lecksteinen an Stellen, wo die Vegetation strapazierfähig ist. Unter optimalen natürlichen Umständen müßte dies aber nicht nötig sein. Mineralstoffe sind auch in Knochen enthalten, in einem toten Kaninchen oder in dem Mutterkuchen, der nach der Geburt eines Hochlandkalbes ausgestoßen wird.
Das Nährstoffangebot variiert je nach Grasart. Geschlängelte Schmiele enthält das ganze Jahr hindurch Nährstoffe, Pfeifengras nur in den Monaten Mai bis September. Schilf ist offenbar sehr nahrhaft, insbesondere die Winterschößlinge.
Im Winter und dem frühen Frühjahr verlieren die Tiere Gewicht. Nach dieser Periode sind sie um ca. 30% leichter als im Herbst. Im Frühling erreichen die Tiere aber in wenigen Wochen wieder ihr altes Gewicht.
6.5 Bullensterben
Im frühen Frühjahr 1999 starben im Gebiet Oostvaardersplassen plötzlich etwa 50 Bullen, ein Zwischenfall, über den die Presse wenig differenzierte Berichte brachte. Dies führte zu empörten Reaktionen von Bürgern und sogar zu Fragen im Parlament.
Population
1-1-1999
Gestorben
Mortalität
Abschuß
Rinder, davon
493
71
15%
  • alte Bullen
50
6
  • Junge Tiere
170
14
8%
  • ältere Kühe
7
2
Pferde
370
14
4%
3
Rothirsche
370
6
1,5%
2
Total
1233
91
7,4%
Auf diesen Zwischenfall möchte ich jetzt kurz eingehen. Er ist nämlich sehr lehrreich. Also, was ist eigentlich passiert?
Im Gebiet Oostvaardersplassen leben etwa 1250 große Graser, davon fast 500 Rinder. Diese Tiere kennen eine Hierarchie. Die älteren Bullen sondern sich ab und leben in einem kleinen Revier. Diese Tiere haben nun bei abnehmendem Nahrungsangebot keine bessere Weideflächen aufgesucht. Statt dessen sind sie in stumpfe Lethargie versunken und unerwartet ohne inakzeptables Leiden gestorben.
Dies gibt Anlaß zu einigen Fragen:
 
Hätte Zufütterung geholfen?
  • Wir glauben das nicht. Das hätte nämlich andere, aktivere Tiere angezogen und so zu Verdrängung und Kämpfen geführt.
  • Und für die gesamte Population wäre die Maßnahme eher von Nachteil gewesen.
  • Bei besserer Ernährung werden weibliche Tiere nämlich früher fortpflanzungsfähig.
  • Zufütterung hätte also den natürlichen Rhythmus der Geburten im Frühling stören können.
War Zufütterung wirklich nötig?
  • Auch diese Frage glauben wir verneinen zu müssen.
  • Die Wintermortalität betrug 7,5 % des Bestands.
  • Das entspricht einem Durchschnittsalter von 13,5 Jahren, einem für diese Tierart recht hohen Wert.
  • Allerdings war hier noch niemals eine Gruppe Tiere gestorben.
  • In früheren Jahren war die Mortalität viel geringer.
  • Da sollte man aber bedenken, daß das Durchschnittsalter zunimmt und damit auch die Chance, daß eine größere Zahl von Tieren stirbt, wenn die Umstände am schlechtesten sind.
Ist das Gebiet zu klein, um eine so große Population zu tragen?
  • Auch auf diese Frage muß jetzt noch die Antwort "Nein" gegeben werden.
  • Die Biomasse ist hoch.
  • Das Sterben betraf nur eine bestimmte Gruppe Tiere mit niedriger Mobilität.
Hätte der für das Management Verantwortliche eingreifen müssen?
  • Der Manager soll eingreifen, wenn die Tiere unnötig und auf eine inakzeptable Weise leiden.
  • Davon ist aber keine Rede gewesen. Im übrigen wurden einige Tiere, bei denen damit gerechnet werden konnte, abgeschossen.
War das Bullensterben gut für die übrigen Tiere?
  • Die Möglichkeiten, in der Hierarchie der Herde aufzusteigen, sind jetzt größer als vorher.
  • Ferner ist ein ganzes Gebiet freigekommen.
  • Es dürfte einige Zeit dauern, bevor die anderen Tiere dieses Gebiet wieder besetzen.
  • Auch für die Jungkühe ist das Verschwinden der alten Bullen ein Vorteil.
  • Es kann ihnen schaden, wenn sie zu früh und von zu schweren Bullen gedeckt werden.
  • Dieses Problem ist jetzt viel geringer.
  • Ein Zwischenfall wie dieser gehört offenbar zum Lebenszyklus .
  

7. Der nationale Veterin?rausschu? f?r Naturr?ume

Um die Diskussion über große Graser in Naturräumen, sowohl auf der Ebene der politischen Entscheidungsfindung als auch bei de Agrarverbänden zu fördern, wurde 1994 ein Veterinärausschuß gegründet, der sich mit diesem Thema befassen sollte. Dabei handelt es sich um rechtliche Fragen, Veterinärfragen, die Tiergesundheit und Aspekte des Tierschutzes, also um das Wohlbefinden der Tiere, manchmal auch um deren Unlustgefühle.

Im Ausschuß sitzen Naturmanager, Vertreter der Landwirte, Tierärzte und Tierschützer verschiedener Disziplinen von den einschlägigen Ministerien, Natur- und Tierschutzorganisationen wie auch vom Agrarhandel und der Agroindustrie. Er soll Bericht erstatten an den Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei. Ein solches Forum ist ein gutes Instrument, um die Diskussion auf die richtige Ebene zu bringen und zu vermeiden, daß in einem zu frühen Stadium in der Presse oder im Fernsehen Berichte auftauchen. Denn besonders in dichtbesiedelten Ländern wie den Niederlanden muß man der Sensitivität der Öffentlichkeit Rechnung tragen.

8. Strategiepapier zur Beweidung in Naturräumen

8.1 Der Kontext

Beweidung durch Tiere in freier Wildbahn gibt oft Anlaß zu heißen Diskussionen: über das Risiko für landwirtschaftliche Betriebe, über Exportanforderungen in und außerhalb der EU, über Tierschutzaspekte usw.

Auch im Ministerium selbst hat der Plan Diskussionen ausgelöst. Referenten für Veterinärfragen, die Abteilung Landwirtschaft und die Abteilung Naturschutz betrachteten ihn aus verschiedenen Blickwinkeln. Ferner haben Agrarverbände, der Tierschutzverband, die Öffentlichkeit und sogar das Parlament sich in die Diskussion eingemischt. Offenbar war es schwierig, die Information so zu präsentieren, daß jeder ein klares Bild von den Argumenten bekam. Darum wurde beschlossen, ein Papier zum Thema Großgraser in den Naturräumen zu verfassen.

1999 wird dieses Papier fertig sein. Das Ziel ist, über folgende Fragen zu informieren:

  • die Regierungspolitik in Sachen Großgraser in Naturräumen
  • Naturschutzziele: Was läßt sich mit den großen Gräsern erreichen?
  • Tierschutz: Ethik und Reproduktionsfähigkeit des Bestands
  • Tierkrankheiten: Wie bekommt man die Risiken im Griff?
  • rechtliche Fragen
  • Kommunikation und Umsetzung.

8.2 Was wird mit den Ergebnissen gemacht?

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

8.3 Leitlinie Großherbivoren

  • BRIEF DES FÜR NATURSCHUTZ ZUSTÄNDIGEN STAATSSEKRETÄRS (Januar 2000) AN DEN VORSITZENDEN DES PARLAMENTS
  • GRUNDLAGE
    • NATIONALES UND INTERNATIONALES RECHT
    • ERFAHRUNGEN IN DER PRAXIS
  •  ENTHÄLT LEITLINIEN ÜBER
    • BETREUUNG GROßHERBIVOREN IN NATURGEBIETEN (RINDERN, PFERDEN UND SCHAFEN)
    • EINGREIFEN BEI LEIDEN, KRANKHEIT ODER VERLETZUNG
    • TRAGFÄHIGKEIT DER GEBIETE ALS LEBENSRAUM DER TIERE
    • BEIFÜTTERUNG
    • BEKÄMPFUNG VON TIERKRANKHEITEN
    • VERENDETE UND GETÖTETE TIERE
  • UMSETZUNG
    • IN ZUSAMMENARBEIT MIT
      • GEBIETSVERWALTUNGEN
      • VERTRETERN GEMEINNÜTZIGER ORGANISATIONEN

Beweidung durch Tiere in freier Wildbahn gibt oft Anlaß zu heißen Diskussionen: über das Risiko für landwirtschaftliche Betriebe, über Exportanforderungen in und außerhalb der EU, über Tierschutzaspekte usw.

Auch im Ministerium selbst hat der Plan Diskussionen ausgelöst. Referenten für Veterinärfragen, die Abteilung Landwirtschaft und die Abteilung Naturschutz betrachteten ihn aus verschiedenen Blickwinkeln. Ferner haben Agrarverbände, der Tierschutzverband, die Öffentlichkeit und sogar das Parlament sich in die Diskussion eingemischt. Offenbar war es schwierig, die Information so zu präsentieren, daß jeder ein klares Bild von den Argumenten bekam. Darum wurde beschlossen, ein Papier zum Thema Großgraser in den Naturräumen zu verfassen.

1999 wird dieses Papier fertig sein. Das Ziel ist, über folgende Fragen zu informieren:

  • die Regierungspolitik in Sachen Großgraser in Naturräumen
  • Naturschutzziele: Was läßt sich mit den großen Gräsern erreichen?
  • Tierschutz: Ethik und Reproduktionsfähigkeit des Bestands
  • Tierkrankheiten: Wie bekommt man die Risiken im Griff?
  • rechtliche Fragen
  • Kommunikation und Umsetzung.

8.2 Was wird mit den Ergebnissen gemacht?

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

8.3 Leitlinie Großherbivoren

  • BRIEF DES FÜR NATURSCHUTZ ZUSTÄNDIGEN STAATSSEKRETÄRS (Januar 2000) AN DEN VORSITZENDEN DES PARLAMENTS
  • GRUNDLAGE
    • NATIONALES UND INTERNATIONALES RECHT
    • ERFAHRUNGEN IN DER PRAXIS
  •  ENTHÄLT LEITLINIEN ÜBER
    • BETREUUNG GROßHERBIVOREN IN NATURGEBIETEN (RINDERN, PFERDEN UND SCHAFEN)
    • EINGREIFEN BEI LEIDEN, KRANKHEIT ODER VERLETZUNG
    • TRAGFÄHIGKEIT DER GEBIETE ALS LEBENSRAUM DER TIERE
    • BEIFÜTTERUNG
    • BEKÄMPFUNG VON TIERKRANKHEITEN
    • VERENDETE UND GETÖTETE TIERE
  • UMSETZUNG
    • IN ZUSAMMENARBEIT MIT
      • GEBIETSVERWALTUNGEN
      • VERTRETERN GEMEINNÜTZIGER ORGANISATIONEN

8.1 Der Kontext

Beweidung durch Tiere in freier Wildbahn gibt oft Anlaß zu heißen Diskussionen: über das Risiko für landwirtschaftliche Betriebe, über Exportanforderungen in und außerhalb der EU, über Tierschutzaspekte usw.

Auch im Ministerium selbst hat der Plan Diskussionen ausgelöst. Referenten für Veterinärfragen, die Abteilung Landwirtschaft und die Abteilung Naturschutz betrachteten ihn aus verschiedenen Blickwinkeln. Ferner haben Agrarverbände, der Tierschutzverband, die Öffentlichkeit und sogar das Parlament sich in die Diskussion eingemischt. Offenbar war es schwierig, die Information so zu präsentieren, daß jeder ein klares Bild von den Argumenten bekam. Darum wurde beschlossen, ein Papier zum Thema Großgraser in den Naturräumen zu verfassen.

1999 wird dieses Papier fertig sein. Das Ziel ist, über folgende Fragen zu informieren:

  • die Regierungspolitik in Sachen Großgraser in Naturräumen
  • Naturschutzziele: Was läßt sich mit den großen Gräsern erreichen?
  • Tierschutz: Ethik und Reproduktionsfähigkeit des Bestands
  • Tierkrankheiten: Wie bekommt man die Risiken im Griff?
  • rechtliche Fragen
  • Kommunikation und Umsetzung.

8.2 Was wird mit den Ergebnissen gemacht?

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

8.3 Leitlinie Großherbivoren

  • BRIEF DES FÜR NATURSCHUTZ ZUSTÄNDIGEN STAATSSEKRETÄRS (Januar 2000) AN DEN VORSITZENDEN DES PARLAMENTS
  • GRUNDLAGE
    • NATIONALES UND INTERNATIONALES RECHT
    • ERFAHRUNGEN IN DER PRAXIS
  •  ENTHÄLT LEITLINIEN ÜBER
    • BETREUUNG GROßHERBIVOREN IN NATURGEBIETEN (RINDERN, PFERDEN UND SCHAFEN)
    • EINGREIFEN BEI LEIDEN, KRANKHEIT ODER VERLETZUNG
    • TRAGFÄHIGKEIT DER GEBIETE ALS LEBENSRAUM DER TIERE
    • BEIFÜTTERUNG
    • BEKÄMPFUNG VON TIERKRANKHEITEN
    • VERENDETE UND GETÖTETE TIERE
  • UMSETZUNG
    • IN ZUSAMMENARBEIT MIT
      • GEBIETSVERWALTUNGEN
      • VERTRETERN GEMEINNÜTZIGER ORGANISATIONEN

Beweidung durch Tiere in freier Wildbahn gibt oft Anlaß zu heißen Diskussionen: über das Risiko für landwirtschaftliche Betriebe, über Exportanforderungen in und außerhalb der EU, über Tierschutzaspekte usw.

Auch im Ministerium selbst hat der Plan Diskussionen ausgelöst. Referenten für Veterinärfragen, die Abteilung Landwirtschaft und die Abteilung Naturschutz betrachteten ihn aus verschiedenen Blickwinkeln. Ferner haben Agrarverbände, der Tierschutzverband, die Öffentlichkeit und sogar das Parlament sich in die Diskussion eingemischt. Offenbar war es schwierig, die Information so zu präsentieren, daß jeder ein klares Bild von den Argumenten bekam. Darum wurde beschlossen, ein Papier zum Thema Großgraser in den Naturräumen zu verfassen.

1999 wird dieses Papier fertig sein. Das Ziel ist, über folgende Fragen zu informieren:

  • die Regierungspolitik in Sachen Großgraser in Naturräumen
  • Naturschutzziele: Was läßt sich mit den großen Gräsern erreichen?
  • Tierschutz: Ethik und Reproduktionsfähigkeit des Bestands
  • Tierkrankheiten: Wie bekommt man die Risiken im Griff?
  • rechtliche Fragen
  • Kommunikation und Umsetzung.

8.2 Was wird mit den Ergebnissen gemacht?

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

  • Anhand der Ergebnisse wird das Parlament kurz informiert (Leitlinie Großherbivoren, sehe 8.3).
  • Sie dienen der Information von Naturmanagement-Organisationen.
  • Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung im Hinblick auf nationales und EU-Recht.
  • Sie dienen als Basis für ein Sonderheft der niederländischen Zeitschrift für Naturschutz, das auch in englischer Übersetzung erscheinen wird.

8.3 Leitlinie Großherbivoren

  • BRIEF DES FÜR NATURSCHUTZ ZUSTÄNDIGEN STAATSSEKRETÄRS (Januar 2000) AN DEN VORSITZENDEN DES PARLAMENTS
  • GRUNDLAGE
    • NATIONALES UND INTERNATIONALES RECHT
    • ERFAHRUNGEN IN DER PRAXIS
  •  ENTHÄLT LEITLINIEN ÜBER
    • BETREUUNG GROßHERBIVOREN IN NATURGEBIETEN (RINDERN, PFERDEN UND SCHAFEN)
    • EINGREIFEN BEI LEIDEN, KRANKHEIT ODER VERLETZUNG
    • TRAGFÄHIGKEIT DER GEBIETE ALS LEBENSRAUM DER TIERE
    • BEIFÜTTERUNG
    • BEKÄMPFUNG VON TIERKRANKHEITEN
    • VERENDETE UND GETÖTETE TIERE
  • UMSETZUNG
    • IN ZUSAMMENARBEIT MIT
      • GEBIETSVERWALTUNGEN
      • VERTRETERN GEMEINNÜTZIGER ORGANISATIONEN

9. Internationale Perspektive und Zusammenarbeit

 

9.1 Ehemalige Kolchosen und russische Truppenübungsplätze

Zum Schluß noch einige Worte zu den ehemaligen Kolchosen und russischen Truppenübungsplätzen. Vor zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit meinem Freund Peter Veen und mit Anna Liro aus Polen an einem Bericht über Renaturierung auf den Flächen ehemaliger Kolchosen mitzuarbeiten. Dies geschah im Rahmen eines Memorandum of Understanding zwischen Polen und den Niederlanden auf die Bitte des polnischen Umweltministeriums in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei.

Entscheidet man sich dafür, die Flächen der ehemaligen Kolchosen zum Teil als Naturareal auszuweisen, dann gibt es zwei Optionen:

  • keine Pflege.
  • großflächige Beweidung.

Im ersten Fall kann man zum Beispiel ein Sumpfgebiet aus solchen Flächen machen. Letzteres ist insbesondere auch dann interessant, wenn auch sozioökonomische Aspekte berücksichtigt werden können.

9.2 Internationales Recht

Mit diesem Exkurs bin ich auf die internationale Dimension des Themas gekommen. Diese spielt insbesondere eine Rolle beim Veterinärrecht. Da sind nämlich verschiedene Ebenen zu unterscheiden:

  • die Welt
  • die EU
  • das eigene Land.

Am Zustandekommen veterinärrechtlicher Regelungen arbeiten Agrarökonomen und Veterinäre. Und beide Gruppen haben keinen Blick für die Belange des Naturschutzes, sondern betrachten die Entwicklungen in Naturräumen ausschließlich aus dem Blickwinkel der Risiken für die Landwirtschaft.

Nicht alle Krankheiten sind allerdings gleich ernst oder gefährlich. Man kann fünf Kategorien unterscheiden: von hochansteckend bis eher risikolos. Und in bezug auf die Natur möchte ich eine wichtige Tatsache unterstreichen: In Ökosystemen spielen Krankheiten eine wichtige Rolle. Sie sind eine der wichtigsten regulierenden Faktoren.

Zugegeben, wenn in einem Naturgebiet eine ernste Krankheit auftritt, dann muß man selbstverständlich eingreifen. Aber ob es bei Ausbrüchen außerhalb des Naturraums erforderlich ist, auch die Tiere im Naturraum zu töten, das muß man sich ernsthaft fragen. Die Bedingungen, unter denen Tiere in großräumigen, extensiv beweideten Gebieten leben, ist völlig anders als in intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben.

Bei den Kategorien 3 und 4 handelt es sich um Krankheiten, die unter natürlichen Bedingungen nicht selten sind. Es ist die Frage, ob die infizierten Tiere getötet werden sollen. Zum Vergleich möchte ich auf den Dachs in Großbritannien hinweisen, der Träger der Tuberkulose sein kann. Das gleiche gilt für Keulungsprogramme, zum Beispiel bei IBR. Ein Tier kann den Erreger mit sich tragen, ohne krank zu werden. Bei so einem Tier wird die Krankheit nur in Streßsituationen manifest werden. Die Ausrottung einer solchen Krankheit erfordert, daß die Tiere zweimal im Jahr behandelt werden. Und bei Tieren, die unter eher natürlichen Bedingungen leben, bedeutet gerade das Streß.

9.3 Schlußfolgerungen

Ich möchte jetzt zwei Schlußfolgerungen ziehen:

  • Es ist wichtig, aktiv auf die Entwicklung rechtlicher Regelungen Einfluß zu nehmen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
  • Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern ist empfehlenswert.

  • die Welt
  • die EU
  • das eigene Land.

Am Zustandekommen veterinärrechtlicher Regelungen arbeiten Agrarökonomen und Veterinäre. Und beide Gruppen haben keinen Blick für die Belange des Naturschutzes, sondern betrachten die Entwicklungen in Naturräumen ausschließlich aus dem Blickwinkel der Risiken für die Landwirtschaft.

Nicht alle Krankheiten sind allerdings gleich ernst oder gefährlich. Man kann fünf Kategorien unterscheiden: von hochansteckend bis eher risikolos. Und in bezug auf die Natur möchte ich eine wichtige Tatsache unterstreichen: In Ökosystemen spielen Krankheiten eine wichtige Rolle. Sie sind eine der wichtigsten regulierenden Faktoren.

Zugegeben, wenn in einem Naturgebiet eine ernste Krankheit auftritt, dann muß man selbstverständlich eingreifen. Aber ob es bei Ausbrüchen außerhalb des Naturraums erforderlich ist, auch die Tiere im Naturraum zu töten, das muß man sich ernsthaft fragen. Die Bedingungen, unter denen Tiere in großräumigen, extensiv beweideten Gebieten leben, ist völlig anders als in intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben.

Bei den Kategorien 3 und 4 handelt es sich um Krankheiten, die unter natürlichen Bedingungen nicht selten sind. Es ist die Frage, ob die infizierten Tiere getötet werden sollen. Zum Vergleich möchte ich auf den Dachs in Großbritannien hinweisen, der Träger der Tuberkulose sein kann. Das gleiche gilt für Keulungsprogramme, zum Beispiel bei IBR. Ein Tier kann den Erreger mit sich tragen, ohne krank zu werden. Bei so einem Tier wird die Krankheit nur in Streßsituationen manifest werden. Die Ausrottung einer solchen Krankheit erfordert, daß die Tiere zweimal im Jahr behandelt werden. Und bei Tieren, die unter eher natürlichen Bedingungen leben, bedeutet gerade das Streß.

9.3 Schlußfolgerungen

Ich möchte jetzt zwei Schlußfolgerungen ziehen:

  • Es ist wichtig, aktiv auf die Entwicklung rechtlicher Regelungen Einfluß zu nehmen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
  • Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern ist empfehlenswert.

Mit diesem Exkurs bin ich auf die internationale Dimension des Themas gekommen. Diese spielt insbesondere eine Rolle beim Veterinärrecht. Da sind nämlich verschiedene Ebenen zu unterscheiden:

  • die Welt
  • die EU
  • das eigene Land.

Am Zustandekommen veterinärrechtlicher Regelungen arbeiten Agrarökonomen und Veterinäre. Und beide Gruppen haben keinen Blick für die Belange des Naturschutzes, sondern betrachten die Entwicklungen in Naturräumen ausschließlich aus dem Blickwinkel der Risiken für die Landwirtschaft.

Nicht alle Krankheiten sind allerdings gleich ernst oder gefährlich. Man kann fünf Kategorien unterscheiden: von hochansteckend bis eher risikolos. Und in bezug auf die Natur möchte ich eine wichtige Tatsache unterstreichen: In Ökosystemen spielen Krankheiten eine wichtige Rolle. Sie sind eine der wichtigsten regulierenden Faktoren.

Zugegeben, wenn in einem Naturgebiet eine ernste Krankheit auftritt, dann muß man selbstverständlich eingreifen. Aber ob es bei Ausbrüchen außerhalb des Naturraums erforderlich ist, auch die Tiere im Naturraum zu töten, das muß man sich ernsthaft fragen. Die Bedingungen, unter denen Tiere in großräumigen, extensiv beweideten Gebieten leben, ist völlig anders als in intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben.

Bei den Kategorien 3 und 4 handelt es sich um Krankheiten, die unter natürlichen Bedingungen nicht selten sind. Es ist die Frage, ob die infizierten Tiere getötet werden sollen. Zum Vergleich möchte ich auf den Dachs in Großbritannien hinweisen, der Träger der Tuberkulose sein kann. Das gleiche gilt für Keulungsprogramme, zum Beispiel bei IBR. Ein Tier kann den Erreger mit sich tragen, ohne krank zu werden. Bei so einem Tier wird die Krankheit nur in Streßsituationen manifest werden. Die Ausrottung einer solchen Krankheit erfordert, daß die Tiere zweimal im Jahr behandelt werden. Und bei Tieren, die unter eher natürlichen Bedingungen leben, bedeutet gerade das Streß.

9.3 Schlußfolgerungen

Ich möchte jetzt zwei Schlußfolgerungen ziehen:

  • Es ist wichtig, aktiv auf die Entwicklung rechtlicher Regelungen Einfluß zu nehmen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
  • Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern ist empfehlenswert.

  • die Welt
  • die EU
  • das eigene Land.

Am Zustandekommen veterinärrechtlicher Regelungen arbeiten Agrarökonomen und Veterinäre. Und beide Gruppen haben keinen Blick für die Belange des Naturschutzes, sondern betrachten die Entwicklungen in Naturräumen ausschließlich aus dem Blickwinkel der Risiken für die Landwirtschaft.

Nicht alle Krankheiten sind allerdings gleich ernst oder gefährlich. Man kann fünf Kategorien unterscheiden: von hochansteckend bis eher risikolos. Und in bezug auf die Natur möchte ich eine wichtige Tatsache unterstreichen: In Ökosystemen spielen Krankheiten eine wichtige Rolle. Sie sind eine der wichtigsten regulierenden Faktoren.

Zugegeben, wenn in einem Naturgebiet eine ernste Krankheit auftritt, dann muß man selbstverständlich eingreifen. Aber ob es bei Ausbrüchen außerhalb des Naturraums erforderlich ist, auch die Tiere im Naturraum zu töten, das muß man sich ernsthaft fragen. Die Bedingungen, unter denen Tiere in großräumigen, extensiv beweideten Gebieten leben, ist völlig anders als in intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben.

Bei den Kategorien 3 und 4 handelt es sich um Krankheiten, die unter natürlichen Bedingungen nicht selten sind. Es ist die Frage, ob die infizierten Tiere getötet werden sollen. Zum Vergleich möchte ich auf den Dachs in Großbritannien hinweisen, der Träger der Tuberkulose sein kann. Das gleiche gilt für Keulungsprogramme, zum Beispiel bei IBR. Ein Tier kann den Erreger mit sich tragen, ohne krank zu werden. Bei so einem Tier wird die Krankheit nur in Streßsituationen manifest werden. Die Ausrottung einer solchen Krankheit erfordert, daß die Tiere zweimal im Jahr behandelt werden. Und bei Tieren, die unter eher natürlichen Bedingungen leben, bedeutet gerade das Streß.

9.3 Schlußfolgerungen

Ich möchte jetzt zwei Schlußfolgerungen ziehen:

  • Es ist wichtig, aktiv auf die Entwicklung rechtlicher Regelungen Einfluß zu nehmen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
  • Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern ist empfehlenswert.

10. AUSBLICK

Zusammenfassend möchte ich unterstreichen, daß der Einsatz großer Graser in Naturräumen sehr interessant ist, zunächst mal als Managementinstrument, aber vor allem wegen deren Funktion im Ökosystem. Noch steht dieses Konzept in den Kinderschuhen. Ich hoffe aber, mit diesem Beitrag Denkanstöße für eine Weiterentwicklung der Ideen über vollständigere Ökosysteme gegeben zu haben. Ich hoffe auch, daß in den zuständigen Behörden mehr Referenten davon überzeugt werden, daß es auch in Europa Möglichkeiten gibt, Ökosysteme um große Pflanzenfresser und Fleischfresser und andere von weiträumigen Lebensräumen abhängige Organismen, zu ergänzen.

This article has been written in the year 2000. Some information will be changed and has to be actualised. 

Zusammenfassend möchte ich unterstreichen, daß der Einsatz großer Graser in Naturräumen sehr interessant ist, zunächst mal als Managementinstrument, aber vor allem wegen deren Funktion im Ökosystem. Noch steht dieses Konzept in den Kinderschuhen. Ich hoffe aber, mit diesem Beitrag Denkanstöße für eine Weiterentwicklung der Ideen über vollständigere Ökosysteme gegeben zu haben. Ich hoffe auch, daß in den zuständigen Behörden mehr Referenten davon überzeugt werden, daß es auch in Europa Möglichkeiten gibt, Ökosysteme um große Pflanzenfresser und Fleischfresser und andere von weiträumigen Lebensräumen abhängige Organismen, zu ergänzen.

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